Tucson (USA) – Der bekannte britische UFO-Journalist und -forscher Nick Pope ist in Folge eines Krebsleidens im Alter von 60 Jahren verstorben. Pope wurde besonders durch seine Tätigkeit am UFO-Büro des britischen Verteidigungsministeriums und später medial als UFO-Experte und durch zahlreiche Interviewbeiträge und Kommentare zum Thema bekannt.

Copyright/Quelle: N. Pope
Am 6. April 2026 bestätigte sein Ehefrau Elizabeth Weiss den Tod ihres Mannes via X.
Auf dem gleichen Weg hatte Nick Pope hatte seine Erkrankung im vergangenen Februar selbst in einem ausführlichen X-Posting bekanntgegeben. Da dieser Text durchaus als so etwas wie sein eigener Nachruf verstanden werden kann, hat GreWi diesen im Folgenden ins Deutsche übersetzt:
Eine Nachricht von Nick Pope
Vor einiger Zeit wurde bei mir nach Verdauungsproblemen Speiseröhrenkrebs diagnostiziert. Leider ist es Stadium 4 und hat bereits in die Leber metastasiert. Ich weiß, dass es aus Freundlichkeit und Hoffnung geschieht, wenn Menschen Heiler oder vermeintliche Wunderkuren vorschlagen und Dinge sagen wie „kämpf dagegen an“ oder „du kannst das besiegen“. Aber meine Diagnose und meine Situation lassen keinen Zweifel: Ich kann es nicht besiegen.
Was für ein unglaubliches Abenteuer mein Leben war! 21 Jahre im britischen Verteidigungsministerium, mit Themen von Finanzpolitik über Terrorismusbekämpfung bis hin zu Militärpolizei und UAP. Und ich habe sechs Kühe gerettet – eine lange Geschichte! Die Dinge, die ich getan habe, die Orte, an denen ich war, die Menschen, die ich getroffen habe, und die Geheimnisse, die ich kannte – ich würde nichts davon eintauschen. Danach begann eine zweite Karriere: Durch meine frühere Tätigkeit zu UAP in der Regierung wurde ich von den Medien entdeckt und wurde regelmäßiger Kommentator in Nachrichtensendungen und Dokumentationen. Außerdem war ich Berater und Sprecher für verschiedene Filme, Serien und Videospiele zum Thema UFOs und Außerirdische. Die Medien nannten mich den echten Fox Mulder.
Der wahre Höhepunkt meines Lebens ist natürlich meine wunderbare, kluge und großartige Frau Elizabeth. Sie ist so etwas wie eine echte Agent Scully: Wissenschaftlerin, Skeptikerin und Rothaarige. Wir trafen uns zufällig im Oktober 2010 in der Lobbybar des Fairmont Hotels in San José und heirateten nur drei Monate später. Nach erfolgreichem Green-Card-Antrag zog ich in die USA, wo ein neues Abenteuer begann. Wir genossen unser Leben in Tucson mit Tierbeobachtungen, Wüstenwanderungen, Film noir, True Crime, Countrymusik, Familienessen und vielem mehr. Kürzlich verbrachten wir ein großartiges Jahr in New York, nur fünf Minuten vom Times Square entfernt, mit Blick auf das Empire State Building aus unserer Wohnung.
Wir haben gegenseitig unsere Bücher und Artikel lektoriert – ich liebe Kommas, Bindestriche und Ausrufezeichen deutlich mehr als Elizabeth und konnte zumindest ein paar dieser „Kämpfe“ gewinnen. Ich unterstütze sie außerdem in ihrem Einsatz für Meinungsfreiheit, akademische Freiheit und gegen politische Korrektheit, Aberglauben und Identitätspolitik in Wissenschaft und Lehre. Eine ihrer jüngsten Veröffentlichungen wurde sogar vom Pressesprecher des Weißen Hauses geteilt – ein Zeichen für ihre Wirkung.
Ich habe so lange gearbeitet, wie ich konnte – bis letzte Woche – mit Interviews, Konferenzauftritten und Live-Events, darunter meine Rolle als Moderator von „Ancient Aliens Live“, bei dem ich rund 94 Shows begleitet habe. Nun ist leider der Zeitpunkt gekommen, an dem ich diese Arbeit beenden muss.
Viele Menschen haben meine Arbeit zu UAP verfolgt. Ich vermeide das Wort „Fans“, denn ich bin kein Prominenter. Aber ich bin eine öffentliche Person, und viele haben meinen Weg begleitet, auf dem ich versucht habe, das Thema UAP im öffentlichen Bewusstsein zu halten und als Frage der Verteidigung, nationalen Sicherheit und Flugsicherheit einzuordnen – ebenso wie als faszinierendes wissenschaftliches Problem. Ein Teil dieser Arbeit war öffentlich, ein anderer Teil musste hinter den Kulissen stattfinden. Ich hoffe, ich konnte etwas bewegen. Den meisten bin ich jedoch durch Medienauftritte und Live-Veranstaltungen bekannt. Allen, die mich begleitet haben: Danke – und alles Gute für eure eigenen Wege. Ich wünsche euch Erfolg und Glück.
Es war alles außergewöhnlich, und ich bin dankbar für das, was ich tun konnte – nicht traurig über das, was ich nun nicht mehr tun werde.
Per Aspera Ad Astra!
Nick Pope, Tucson, Arizona, 12. Februar 2026
