Ehemaliger US-Geheimdienstdirektor konkretisiert Aussagen über UFOs: „Das sind weder optische Täuschungen noch Russland oder China!“

Geschrieben am 08.06.2021
von Andreas Müller

Lesezeit: ca. 4 Minuten Washington (USA) – Bereits zuvor hatte sich der ehemalige US-Geheimdienstdirektor unter Trump, John Ratcliffe, zur aktuellen UFO-Lage in den USA und den für Ende des Monats angekündigten UFO-Bericht des Pentagons geäußert. In einem aktuellen Interview wurde Ratcliffe nun noch konkreter und zeigte sich überzeugt, dass jene UFOs, die Navy-Piloten gesehen, gefilmt und detektiert haben, weder […]
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Das Siegel des Office of the Director of National Intelligence Copyright: US Gov.

Das Siegel des Office of the Director of National Intelligence

Copyright: US Gov.

Washington (USA) – Bereits zuvor hatte sich der ehemalige US-Geheimdienstdirektor unter Trump, John Ratcliffe, zur aktuellen UFO-Lage in den USA und den für Ende des Monats angekündigten UFO-Bericht des Pentagons geäußert. In einem aktuellen Interview wurde Ratcliffe nun noch konkreter und zeigte sich überzeugt, dass jene UFOs, die Navy-Piloten gesehen, gefilmt und detektiert haben, weder missverstandene bekannte Phänomene, Täuschungen, noch Entwicklungen von Russland oder China sind.

Zuvor hatte Ratcliffe bereits erklärt, dass es deutlich mehr UFO-Sichtungen, detektionen und dazu vorliegende Berichte des US-Militärs gebe, als allgemein bekannt (…GreWi berichtete).

Hintergrund

John Ratcliffe (Abb.r.) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Von 2015 bis 2020 vertrat er den 4. Kongresswahlbezirk von Texas im US-Repräsentantenhaus. Vom 26. Mai 2020 bis 20. Januar 2021 war er “Director of National Intelligence” im Kabinett Trump. Damit war Ratcliffe sozusagen der oberste Geheimdienstler und Direktor der “Intelligence Community” (IC), eines Zusammenschlusses der 17 US-amerikanischen Nachrichtendienste. Unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden hat diesen Posten sei dem 21. Januar 2021 die Juristin Avril Haines inne.

Zum erwarteten UFO/UAP-Bericht des US-Verteidigungsministeriums konkretisierte John Ratcliffe seine früheren Aussagen gegenüber FoxNews-Host Trey Gowdy nun wie folgt:

„Der Bericht wird nichts ausschließen aber auch nicht herbeireden. Ich denke aber, was wichtig ist und was die Menschen erwarten können ist, dass dieser UAP-Bericht die schiere Anzahl an Sichtungen aufzeigen wird. Diese Zahlen sind deutlich höher als das, worüber bislang öffentlich gesprochen wurde. Es gibt ja diese Informationsleaks, die davon sprechen, dass der Bericht rund 100 Sichtungen beschreiben wird. Ich selbst werde diese Angabe nicht in Frage stellen.“ (Anm GreWi: Es scheint aber so, als wolle Ratcliffe damit andeuten, dass die Zahlen, die Ihm bekannt sind, noch höher sind?)

„Wichtig ist aber, die Anzahl an Sichtungen, die von multipler Sensorik aufgezeichnet werden konnten – Vorfälle, die also nicht nur durch Piloten und Personal visuell, sondern auch mit Radar, Satelliten, ISR (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance  = nachrichtendienstliche Aktivitäten der US-Streitkräfte) dokumentiert werden konnten. Und wenn wir solche UAP-Vorfälle haben, können damit eine Vielzahl von möglichen Erklärungen wie visuelle Verzerrungen und ähnliches ausgeschlossen werden.

Ich hoffe, der Bericht wird die Frage ansprechen, warum wir dennoch einige dieser Fälle nicht erklären können. Denn wenn es um die nationale Sicherheit geht, sollte diese über jedem Ego stehen. Wenn es da etwas gibt, das größer, schneller und stärker ist als unser eigenes Inventar, so sollten wir die Frage beantworten können. Wenn wir also öffentlich darüber diskutieren, st das eine gute Sache.“

„Ich selbst betrachte diese Sache nicht aus Sicht der Frage, ob es Leben auf anderen Planeten gibt. Ich betrachte diese Frage aus Sicht der nationalen Sicherheit. Und da gibt es eben folgendes, was mich derzeit etwas umtreit: Viele Leute sagen, dass das vielleicht Russland oder China sein könnte. Aber zu einigen der bislang bereits bekannten Sichtungen sind wir uns bei den US-Geheimdiensten wirklich sehr sicher, dass zur Zeit, als diese Sichtungen stattfanden (bspw. 2004), weder Russland noch China über derartige Dinge mit Eigenschaften wie Transmedium-Eigenschaften (Anm. GreWi: Also die Fähigkeit, sich sowohl mit hohen Geschwindigkeiten in der Luft als auch im und unter Wasser fortbewegen zu können), Überschallflug mit mehr als Mach 5, verfügt haben.

Wir müssen also Erklärung dafür finden. Und ich sage es nochmals: Wenn da jemand ist, der größer, schneller und stärker ist, dann müssen wir darüber Bescheid wissen. Deshalb müssen wir auch eine Diskussion darüber führen, damit unsere Soldaten über diese Dinge sprechen können und wir diese Informationen erhalten, damit wir herausfinden können, was das ist, um Amerika zu schützen.“

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GreWi-Kommentar

Auch in Deutschland berichten selbst die Leitmedien mittlerweile relativ offen und ohne jeglichen Kicherfaktor über die aktuelle UFO-Situation in den USA. Allerdings berufen sich nun zahlreiche Meldungen auf die jüngsten, von der New York Times geleakten Informationen, wonach der „UFO-Bericht des Pentagon“ schließlich keine Beweise dafür liefern werde, dass diese Objekte außerirdischer Herkunft seien. Na dann, können wir ja wieder beruhigt sein…

Tatsächlich geht aus den Leaks aber auch hervor, dass der UFO-Bericht diese Option auch nicht ausschließen könne. Interessanterweise hat selbst die die Leaks veröffentlichende „New York Times“ (NYT) ihre eigene ursprünglichen Schlagzeige wenige Stunden nach Erstveröffentlichung angepasst. Ursprünglich lautete diese: „U.S. Finds No Evidence of Alien technology in Flying Objects, but Can’t Rule It Out Either” (USA finden keine Beweise für Alien-Technologie in fliegenden Objekten, kann diese aber auch nicht ausschließen). Später hieß es dann nur noch plakativ: „Government Finds No Evidence That Aerial Sightings Were Alien Spacecraft“ (Regierung findet keine Beweise dafür, dass Sichtungen außerirdische Raumschiffe waren).

Die veränderten Schlagzelilen der New York Times zu den jpngsten Leaks zum UFO-Bercht des Pentagon

Die veränderten Schlagzelilen der New York Times zu den jpngsten Leaks zum UFO-Bercht des Pentagon

Nicht zuletzt durch Ratccliffes Aussagen, sollte es aber langsam an der Zeit sein, dass man genau diese Fragen konkret und mit Nachdruck stellt: Wenn wir davon ausgehen, dass die US-Piloten die Wahrheit sagen und auch die sonstige Aufklärungstechnologie der USA nicht spinnt; und wenn wir akzeptieren, dass die USA die Wahrheit sagen, wenn sie feststellen, dass diese Objekte nicht ihrem eigenen Inventar und auch nicht dem geheimer US-Projekte entstammen, so bleiben – selbst rational betrachtet – nur wenige Optionen:

Option 1: Es handelt sich um irdische Technologien. Dann kommen – da die USA sich selbst aus der Rechnung nehmen – eigentlich nur China und/oder Russland in Frage. Diese müssten dann allerdings unbemerkt von der US-Aufklärung technologische Fortschritte gemacht und eingesetzt haben, die dem US-Inventar in einer Art und Weise überlegen ist, wie dies (nüchtern betrachtet) kaum zu erwarten ist. Natürlich kommt es immer wieder vor, dass ein Land ein anderes mit technologischem Fortschritt und Innovationen voraus ist, doch bleibt dieser Fortschritt eigentlich immer in einem überschaubaren Rahmen. Die Merkmale und Fähigkeiten der von den US-Pilotendokumentierten Flugobjekte übertreffen die der US-Technologie jedoch offenbar um das Vielfache. Tatsächlich wäre schon unsere heutige geopolitisch-militärische Situation und Lage eine völlig andere, wenn Russland und/oder China den USA technologisch derart weit voraus wären.

Womit wir bei Option 2 wären: Es handelt sich um eine nicht von diese Erde stammende Technologie. Dieses Szenario könnte dann die Überlegenheit der detektierten und gesichteten Objekte sehr leicht erklären. Denn alleine der Umstand, dass eine außerirdische Technologie dann schließlich in der Lage wäre, hier her (zur Erde) zu gelangen und hier irdische Technologien auszuspielen, wäre Beweis genug dafür, dass „Sie“ über eine deutlich fortschrittlichere Technologien verfügen würden als wir.

Allerdings bleibt auch noch eine weitere Option: Alles kommt ganz anders, als man denkt…







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