Gesetzesinitiative fordert umfassende UFO-Forschung an der University of Connecticut

Geschrieben am 21.03.2026
von Andreas Müller

Hartford (USA) – Nachdem bereits in New Jersey und Vermont Gesetzesinitiativen wissenschaftliche Forschungseinrichtungen in den beiden US-Bundesstaaten wollen, fordert nun auch eine Gesetzesvorlage umfassende Untersuchungen von unidentifizierten Flugobjekten und anomalen Phänomenen (UFOs/UAPs) an der University of Connecticut.

Der UAP-Gesetzentwurf H.B. 5422 vor einer Ansicht des Campus der University of Connecticut.
Copyright: State of Connecticut / Daderot (via WikimediaCommons), CC0

Wie die zivile US-Pilotenorganisation „Americans for Safe Aerospace“ (ASA) berichtet, hat liegt dem Parlament von Connecticut mit dem Gesetzesentwurfs Connecticut House Bill 5422 eine Initiative vor, die University of Connecticut mit einer umfassenden Untersuchung zu Unidentified Aerial Phenomena (UAP) zu beauftragen und zugleich die Machbarkeit eines staatlichen Forschungszentrums für UAP zu prüfen.

Der Gesetzentwurf H.B. 5422 würde die Universität dazu verpflichten, eine entsprechende Studie im Rahmen der verfügbaren Ressourcen durchzuführen. Dabei soll sie mit mehreren Behörden des Bundesstaates zusammenarbeiten, darunter mit dem Department of Emergency Services and Public Protection, dem Department of Energy and Environmental Protection sowie mit dem Office of Military Affairs. Hierzu würde die Universität Zugang zu UAP-bezogenen Daten erhalten, die von staatlichen Behörden gesammelt wurden, und wäre verpflichtet, ihre Ergebnisse bis zum 1. Juli 2027 der Generalversammlung vorzulegen.

Die Untersuchung soll klären, welche Vorteile die Einrichtung eines dauerhaften staatlichen Zentrums zur UAP-Forschung hätte und welche personellen, technischen und finanziellen Ressourcen für den Betrieb einer solchen Einrichtung erforderlich wären.

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In weiteren Schritten muss der Entwurf zunächst die Abstimmung im Joint Appropriations Committee passieren, um dann vom Repräsentantenhaus als auch dem Senat von Connecticut angenommen und verabschiedet zu werden. Nach der Ratifizierung durch den Gouverneur, würde die Studie der University of Connecticut am 1. Oktober 2026 beginnen. Der erste Abschlussbericht wäre bis zum 1. Juli 2027 der Generalversammlung vorzulegen.

Schon zuvor hatte New Jersey per Gesetz die Einrichtung eines staatlich finanzierten Forschungszentrums zu UAPs und UFOs beschlossen und auch in Vermont ist eine Gesetzesinitiative um eine staatlich-wissenschaftliche UAP Task Force bemüht (…GreWi berichtete).

Akademische UFO-Forschung in Deutschland

Was die akademische Erforschung von UFOs/UPAs betrifft, ist Deutschland Vorreiter. Neben Raumfahrttechnologien erforscht das „Interdisziplinäre Forschungszentrum für Extraterrestrik“ (IFEX) um Prof. Hakan Kayal an der Universität Würzburg schon seit Jahren UAPs und UFOs und das ganz offiziell im Rahmen des Forschungskanons der Universität. Hierzu entwickelt das IFEX verschiedenen UAP-Detektionssysteme, stellt eine UFO-Meldeplattform für Piloten zur Verfügung und arbeitet mit einer Vielzahl von assoziierten Mitgliedern weiterer akademischer Einrichtungen weltweit, zivilen UFO-Forschern und Journalisten zusammen. Unter anderem sind derzeit Pototypen von UAP-Observatorien im norwegischen UFO-Hotspot Hessdalen, auf dem Dach der Universität in Würzburg und an der Umweltforschungsstation Schneefelderhaus unterhalb der Zugspitze im Einsatz.

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Recherchequelle: ASA

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